Das Dinkel-Vollkornbrot ist das Brot des Jahres 2018. Das gab das Deutsche Brotinstitut in einer Pressemitteilung anlässlich des am Montag, 16. Oktober stattfindenden Welttag des Brotes mit. Der wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Brotinstituts wählte die Brotsorte, weil sie einen hohen Genusswert mit ernährungsphysiologischen Vorzügen verbindet. 

Das Dinkelbrot hat seinen Siegeszug vom ursprünglichen Anbaugebiet des Dinkels, der schwäbischen Alb, in viele Bäckereien bundesweit angetreten. Es wird üblicherweise kastenförmig mit kastanienbrauner Oberfläche angeboten, zuweilen auch mit Sonnenblumenkernen bestreut. Das Brot verfügt über ein feinporiges bis kerniges Krumenbild sowie im Geschmack über leicht nussige Noten. Zudem zeichnet es sich durch eine lange Frischhaltung aus. Es gibt kein einheitliches Rezept hierfür, sondern verschiedene regionale sowie betriebstypische Ausprägungen. Neben DinkelVollkornmehl oder -schrot (nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches sind mindestens 90 Prozent der Getreideanteile vorgeschrieben), Wasser, Salz und Hefe wird der Teig zuweilen auch mit Ölsaaten wie z. B. Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne oder Sesam ergänzt.

Dinkel – 8000 Jahre Tradition

MichaelWippler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, präsentiert das vom Deutschen Brotinstitut gewählte Brot des Jahres 2018
Michael Wippler, Präsident des Zentralverbands
des Deutschen Bäckerhandwerks, präsentiert das vom Deutschen Brotinstitut gewählte Brot des Jahres 2018 – Foto: Deutsches Brotinstitut

„Dinkel-Vollkornbrot ist in der Herstellung höchst anspruchsvoll“, erklärt Michael Wippler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. „Der Dinkel stellt sowohl den Landwirt als auch den Müller und den Bäcker vor Herausforderungen, die nur mit guter fachlicher Kompetenz zu bewältigen sind.“
Dinkel verfügt als Getreideart über eine rund 8.000 Jahre alte Tradition. Hildegard von Bingen hat im Mittelalter den Dinkel als „das beste Getreidekorn“ empfohlen und ihm vielfältige positive Wirkungen zugeschrieben. Aber nach einem Rückgang des Anbaus im 20. Jahrhundert erlebte der Dinkel eine Renaissance. Nicht zuletzt die Sehnsucht der Menschen nach ursprünglichen Ernährungsformen führte u.a. zu einer verstärkten Nachfrage nach sogenannten Urgetreidearten wie dem Dinkel.

Für das Deutsche Brotinstitut ragt das Dinkel-Vollkornbrot aus den rund 3.200 Brotspezialitäten in seinem Deutschen Brotregister heraus. „Diese Brotsorte verbindet Tradition mit Moderne sowie Genusswert mit gesunder Ernährung in allerbester Weise“, so der Verein.

Brot des Jahres 2018: Das Dinkel-Vollkornbrot - Bild: Deutsche Brotinstitu e.V.
Das Dinkel-Vollkornbrot ist das Brot des Jahres 2018 – Foto: Deutsches Brotinstitut e.V.

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  1. Welttag des Brotes 2017 - Deutsche-Baeckereien.de

    […] Brotvielfalt weltweit“, erklärt das Deutsche Brotinstitut, das anlässlich des Brottages das Brot des Jahres 2018 bekannt gab: das Dinkel-Vollkornbrot. Im Jahr 2014 wurde die Deutsche Brotkultur von der Deutschen […]